Alten- und Pflegeheim Blumenhain

Schutzkonzept

Besuchsverbot gelockert

Liebe Angehörige und Betreuer,

Präambel

Zur Sicherung der Qualität in den körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuung, sowie der Unterkunft und Verpflegung von Senioren in der vollstationären Pflegeeinrichtung “Blumenhain” im Rahmen nach der Quarantäne Aufhebung vom 19.08 2020 durch das Gesundheitsamt in Homberg/Efze.

 

In gemeinsamer Abstimmung mit den maßgeblichen Personen im Gesundheitsamt die für die Wahrnehmung der Interessen und zur Sicherheit der Senioren, besonders der pflegebedürftigen und Dementen mit Verantwortung tragen, dass eine Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung erfolgt zur Vermeidung eines erneuten Infektionsausbruchs.

 

Durch eine intensive Beratung zur maßgebliche Organisation, sowie zur Abklärung zur Sicherung der Qualität und Vermeidung eines erneuten Infektionsausbruchs, sind sich die Partner dieser Vereinbarung darin einig, dass die Sicherung der Qualität der körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischer Betreuung, Unterkunft und Verpflegung die Verantwortung aller Beteiligten erfordert und in gemeinsamer Abstimmung durchgeführt werden.

 

Alle Beteiligten sind daran interessiert, dass kein erneuter Infektionsausbruch durch unüberlegte und unkontrollierte Öffnung der Einrichtung erfolgt. Daher wird eine schrittweise Öffnung in einem Turnus von 14 Tagen vorgenommen, damit eine intensive Gesundheitsbeobachtung sichergestellt ist. Ein erneuter Ausbruch einer Infektion würde die Schließung der Einrichtung für Besucher zur Folge nach sich ziehen. Jede Quarantäne Verordnung bedeutet für alle Beteiligten eine erhebliche Arbeitsbelastung und für die Pflegebedürftigen sind schwerwiegende psychische Probleme nicht ausgeschlossen, diese schwerwiegenden Folgen müssen vermieden werden.

 

Ziel

Nach Einhaltung der Zimmerquarantäne der einzelnen Senioren in den unterschiedlichen Wohnbereichen erfolgte am 12.08.2020 eine leichte Öffnung durch die Anordnung des Gesundheitsamts. Die Senioren durften innerhalb ihres Wohnbereichs unter Einhaltung der hygienischen Maßnahmen wieder Kontakte untereinander aufnehmen. Jedoch eine Kohorten  Vermischung wurde untersagt.

 

Die Durchmischung zu anderen Mitbewohnern in der Einrichtung wurde weiterhin untersagt und durch die Heimleitung eingehalten.

 

Alle Senioren haben ihre Mahlzeiten bisher im Wohnbereich eingenommen.

Eine erhebliche Einschränkung erfuhren die mobilen Senioren, diese mussten aus Platzmangel in den Gemeinschaftsräumen ihre Mahlzeit im Zimmer isoliert einnehmen.

 

Therapieangebote konnten nicht in Gruppen durchgeführt werden. Hierfür gab es individuelle Angebote durch Einzelbeschäftigung und Spaziergänge im Garten.

 

Ab dem 19.08.2020 erfolgten Therapieangebote in Gruppen mit dem Sicherheitsabstand von 1,5m.

 

Mit der Maßnahme der Quarantäne Aufhebung und leichte Öffnung der Einrichtung muss aus Sicherheitsgründen erst die Vermischung der Senioren organisiert und beobachtet werden, bevor Besucherströme die Einrichtung kontaktieren.

 

Für Besuche in der Einrichtung sind individuelle Absprachen erforderlich, damit eine erneute Infektionswelle vermieden wird.

Besucher, die die Einrichtung betreten müssen sich komplett mit den vorgeschriebenen Hygieneartikel bekleiden.

Jeder Besuchstermin muss angemeldet werden. Am Anfang wird aus Sicherheitsgründen nur ein und dieselbe Person zugelassen. Nach 14 Tagen erhält eine zweite Besuchsperson die Besuchserlaubnis.

 

Ab dem 23.08.2020 dürfen die mobilen Senioren aus allen Wohnbereichen ihre Mahlzeiten wieder gemeinsam im Speisesaal im Erdgeschoß einnehmen.

Hier erfolgt eine humane Vermischung der Senioren aus allen Wohnbereichen unter Kontrolle und Beobachtung des Pflegepersonals und Service Kräften im Speisesaal.

 

Maßnahmen zur Umsetzung nach der Quarantäneaufhebung:

 

Ab dem 24.08.2020 ist für selbständige Senioren aus allen Wohnbereichen der Speisesaal wieder geöffnet. 4 Mahlzeiten werden in der Gemeinschaft angeboten unter Einhaltung der Hygienevorschrift 1,5 m Abstand. Der Tischpartner stammt aus dem identischen Wohnbereich. Die Vermischung der Hausbewohner erfolgt durch die gemeinsam benutzten Wege der Einrichtung. Flure, Fahrstuhl und in den Gemeinschaftsräumen. Auf einem Sicherheitsabstand von 1,5m wird immer wieder hingewiesen. Die Nutzung des Fahrstuhls ist mit max. 3 Personen gestattet. Die Senioren tragen in der Einrichtung keinen Mundschutz.

 

In den Wohnbereichen werden die pflegebedürftigen Senioren in den Gemeinschaftsräumen zu allen Mahlzeiten versorgt auch hier ist der Abstand von 1,5m sichergestellt.

 

Alle Therapie- und Beschäftigungsangebote werden wieder in Gruppenangeboten unter der bekannten Hygienevorschrift Abstand von 1,5m durchgeführt, jedoch tragen die Senioren keinen Mund-Nasenschutz. Übergreifende Angebote werden ebenso geplant.

 

Besuche in den Wohnbereichen werden vorerst nur bei den Bettlägerigen gestattet unter Vollschutz des Besuchers mit eingehender Hygieneeinweisung und mit individueller Absprache. Eine Kontrolle zur Einhaltung der Hygienemaßnahme ist nicht sichergestellt. Senioren die in einem Zweibettzimmer wohnen werde während der Besuchszeit getrennt. Anschließend erfolgt durch das Pflegepersonal die Desinfektionsmaßnahme des Zimmers mit guter Belüftung.

 

Für mobile Senioren aus der Einrichtung wird das Café zum Besucherraum hergerichtet. Das Café bietet die Möglichkeit 12 Tische mit einer Plexiglasscheibe abzutrennen und den Sicherheitsabstand von 1,5m einzuhalten. Hier werden die Besucher durch Mitarbeiter des Café in die Hygienemaßnahmen eingewiesen. Besucher müssen ihren Mund-Nasenschutz kontinuierlich tragen. Die begehbaren Flächen sind durch Markierung deutlich erkennbar. Ein Einbahnstraßensystem wird angewandt. Die anschließenden Reinigungsmaßnahmen erfolgt durch den Mitarbeiter des Cafés.

 

Die Besucher müssen einen Termin innerhalb der Besuchszeiten vereinbaren. Die Dauer der Besuche wird auf 45 min./Woche geplant. Anschließende Reinigung und Desinfektion des Besuchsplatzes wird von Servicekräften durchgeführt.
Die geplanten Besuchszeiten sind von Montag bis Sonntag:

09:30 bis 11:30 Uhr

12:30 bis 17:30 Uhr

 

Individuelle Besuchszeiten können nur nach Absprache erfolgen.

Jeder Besucher wird aufgefordert sich in eine Liste mit vollständigen Namen, Adresse und Telefonnummer einzutragen. Für die Richtigkeit der Daten kann keine Haftung übernommen werden.

 

Besucher mit Krankheitsanzeichen wie Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen Gliederschmerzen werden nicht zum Besuch zugelassen. Die Maßnahme des Temperaturmessens hat in der ersten Phase der Corona Epidemie keine Aussagekraft gezeigt und wird daher nicht als Maßstab genommen.

Sollten sich Besucher nicht an die vorgegebenen Maßnahmen halten werden wir von unserem Hausrecht gebrauch machen.

Neuzugänge werden 7 Tage isoliert und erhalten anschließend einen Abstrich zum Nachweis auf Corona Infektion. Bei negativem Bescheid erfolgt die Verlegung in den geplante Wohnbereich und Zimmer. Wenn kein Abstrich erfolgt, werden 14 Tage Isolation erforderlich.

 

Senioren, die im Krankenhaus lagen werden nach diesem Aufenthalt für 7 Tage isoliert und intensiv beobachtet, nach dem 8 Tag erfolgt ein Corona Abstrich bei neg. Bescheid kann nach 48 Stunden die Integration in die Gruppe wieder vorgenommen werden.

 

Alle Krankentransporte die über die Leitstelle angefordert werden, erfolgen als Isolationstransport. Wenn der behandelnde Arzt einen negativ Nachweis von einem Bewohner wünscht, muss er über die ÖGD (öffentlicher Gesundheitsdienst) ein Corona Abstrich anfordern.

 

Transporte von Infizierten Senioren der Einrichtung werden nur in einem Isolationstransport und mit den erforderlichen Information an den behandelten Arzt durchgeführt.

 

Krankenfahrten der übrigen Hausbewohner können durch das Krankentransportunternehmen M. Heßler übernommen werden. Zur jeder Krankenfahrt die erforderlich wird, werden die Senioren von den Pflegekräften des jeweiligen Wohnbereichs in den Eingangsbereich gebracht und dort bei Rückkehr in Empfang genommen.

 

Externe Therapeuten und Dienstleistungserbringer haben wieder Zutritt in die Einrichtung und müssen die bekannten Hygienemaßnahmen eigenverantwortlich durchführen. Kontrollen durch Mitarbeiter der Einrichtung können nicht gewährleistet werden. Terminierungen für Behandlungsabläufe müssen mit dem jeweiligen Wohnbereich abgesprochen werden, damit keine Kollidierung mit Besucher erfolgt.

 

Bewertung der Maßnahmen

In einem vierzehntägigen Rhythmus wird durch die PDL, Heimleitung und allen verantwortlichen Wohnbereichsleitungen und deren Stellvertretern ein Informationsaustausch geplant.

Diese Informationen werden mit dem Gesundheitsamt erörtert, damit weitere Öffnungsschritte geplant werden können, die zur Normalität des Lebensalltags der Senioren beitragen sollen.

 

Erfolgskontrolle der Maßnahmen

Eine Erfolgskontrolle ist nur nachweisbar, wenn keine erneute Infektionsquelle ermittelt wird.

Die verantwortliche Heimbetreiberin hat sich aus diesem Grund für eine strenge Vorgehensweise entschieden. Jede Person, die in der Einrichtung lebt oder arbeitet darf nur mit eindeutigen negative Abstrich sich in der Einrichtung frei bewegen.

Mitarbeiter die noch ein positives Ergebnis erhalten haben, werden bis zur vollständigen Genesung vom Dienst freigestellt. Der Arbeitsplatz darf erst wieder aufgesucht werden mit einem Nachweis eines negativen Abstrichs.

Laut RKI ist diese Maßnahme nicht begründet, jedoch kann kein Virologe eine erneute Infektionsquelle durch unklare positiv getestete Person ausschließen.

Alle Angehörigen werden ab dem 24.08.2020 persönlich durch die stellv. Pflegedienstleitung (Frau Manuela Freidhof) telefonisch informiert. Termine werden vereinbart.

Selbstverständlich können individuelle Lockerungen nach Absprache mit der Heimleitung und unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen ermöglicht werden.

Wir als Leitung und unsere Mitarbeiter danken allen Senioren und Angehörigen für Ihr bisheriges Verständnis und Ihre Unterstützung, Wenn wir uns alle an die vorgegebenen Corona-Regeln halten, können wir ein erneutes Infektionsgeschehen verhindern. Wir alle (Bewohner wie auch Mitarbeiter) möchten nicht noch einmal diese drastischen Maßnahmen erleben müssen, daher bitten wir alle Besucher um Ihre Unterstützung.

Vom Gesundheitsamt zur Kenntnis genommen und befürwortet.

 

Borken, 21.08.2020

(Heimleitung – J. Freidhof-Debes)

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