Alten- und Pflegeheim Blumenhain

Angepasstes Schutzkonzept

Präambel

Zur Sicherung der Qualität in den körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuung, sowie der Unterkunft und Verpflegung von Senioren in der vollstationären Pflegeeinrichtung “Blumenhain” im Rahmen der Aufhebung der Besuchsbeschränkung durch das hessische Ministerium vom 19.09.2020.

 

Bisher erfolgten die Maßnahmen in gemeinsamer Abstimmung mit den maßgeblichen Personen im Gesundheitsamt, die für die Wahrnehmung der Interessen und zur Sicherheit der Senioren besonders der pflegebedürftigen und Dementen mit Verantwortung tragen, dass eine Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung zur Vermeidung eines erneuten Infektionsausbruchs erfolgt.

 

Am 19.09.2020 wurde durch das hessische Ministerium die bisherigen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Behinderteneinrichtungen aufgehoben.

Daher sind die hausinternen Schutzkonzepte individuell maßgeblich.

 

Durch eine intensive Beratung zur maßgeblichen Organisation, sowie die Abklärung zur Sicherung der Qualität und Vermeidung eines erneuten Infektionsausbruchs, sind sich die Leitungskräfte der Einrichtung darin einig, dass die Sicherung der Qualität der körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischer Betreuung, Unterkunft und Verpflegung die Verantwortung aller Beteiligten erfordert und in gemeinsamer Abstimmung durchgeführt werden.

 

Alle Beteiligten sind daran interessiert, dass kein erneuter Infektionsausbruch durch unüberlegte und unkontrollierte Öffnung der Einrichtung erfolgt. Ein erneuter Ausbruch einer Infektion würde die Schließung der Einrichtung für Besucher zur Folge nach sich ziehen. Jede Quarantäne Verordnung bedeutet für alle Beteiligten eine erhebliche Arbeitsbelastung und für die Pflegebedürftigen sind schwerwiegende psychische Probleme nicht ausgeschlossen, diese schwerwiegenden Folgen müssen vermieden werden.

 

Maßnahmen zur Umsetzung der Besuche:

 

  1. Ab dem 21.09.2020 wird das Café inkl. Wintergarten zum Besucherraum hergerichtet, damit die mobilen Senioren aus der Einrichtung ihre Besuche auf Wunsch empfangen können. Das Café ist für die Öffentlichkeit weiterhin geschlossen.

 

  1. Die Tische werden jeweils mit 2 Stühlen ausgestattet. Die anschließenden Reinigungsmaßnahmen erfolgt durch den Mitarbeiter des Cafés.

 

  1. Die begehbaren Flächen sind durch Markierung deutlich erkennbar. Ein Einbahnstraßensystem wird angewandt.

 

  1. Vor Betreten des Gastraums müssen die Hände desinfiziert werden und der Gast muss sich in eine Anwesenheitsliste zum Nachweis für das Gesundheitsamt mit korrekten Daten eintragen. Hier werden die Besucher durch Mitarbeiter des Café in die Hygienemaßnahmen eingewiesen. Das Betreten des Gastraums ist nur mit Mund-Nasenschutz gestattet. Am Tisch darf der Mund-Nasenschutz abgenommen werden. Beim Verlassen des Tisches muss der Mund-Nasenschutz erneut angelegt werden.

 

  1. Bisher konnten sich unsere Senioren in der Einrichtung und auf dem Gelände frei und ohne Mund-Nasenschutz bewegen. Wenn nun wieder vermehrt Angehörige die Einrichtung betreten, sollten sich auch die Senioren wieder mehr schützen und den Mund-Nasenschutz tragen. Besonders, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann sowie beim Betreten der Öffentlichen Räume.

 

  1. Besuche sollten weiterhin nur einzeln stattfinden, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Besuche dürfen 3x pro Woche nach Voranmeldung im Café erfolgen. Es sollte immer ein Tisch im Café für den Besuch reserviert werden.

 

  1. Die Tische sollten nicht länger als 1 Std. blockiert werden, außer es wurde im Vorfeld der Tisch für eine doppelte Zeit blockiert. Z. B. bei weiter Anreise oder seltenen Besuchen sinnvoll.

 

  1. Es dürfen wieder Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke im Café verkauft werden.

 

  1. Die Senioren sollten weiterhin durch die Pflege- oder Betreuungskräfte ins Café gebracht werden. Den Zutritt ins Altenheim möchte die Leitung weiterhin minimieren.

 

  1. Die geplanten Besuchszeiten sind im Café von Montag bis Sonntag:

09:30 bis 11:30 Uhr

12:30 bis 17:30 Uhr

 

Individuelle Besuchszeiten können nach Absprache erfolgen.

  1. Besucher von bettlägerigen oder stark demenziell veränderten Senioren melden ihren Besuch weiterhin auf den Wohnbereichen an. Die Besuchszeiten für die Wohnbereiche sind individuell abzusprechen. Es sind maximal 3 Besuche pro Woche vorgesehen.

 

  1. Jeder Besucher wird aufgefordert sich an der Rezeption in eine Liste mit vollständigen Namen, Adresse und Telefonnummer einzutragen. Für die Richtigkeit der Daten kann keine Haftung übernommen werden.

 

  1. Besuche in den Wohnbereichen werden weiterhin nur bei den bettlägerigen und demenziell erkrankten Senioren unter eingehender Hygieneeinweisung und dem Tragen von Mund-Nasenschutz gestattet. Eine Kontrolle zur Einhaltung der Hygienemaßnahme ist im Bewohnerzimmer nicht sichergestellt. Senioren die in einem Zweibettzimmer wohnen werde während der Besuchszeit getrennt. Anschließend erfolgt durch das Pflegepersonal die Desinfektionsmaßnahme des Zimmers mit guter Belüftung.

 

  1. entfällt

 

  1. Besucher mit Krankheitsanzeichen wie trockener Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns werden nicht zum Besuch zugelassen. Die Maßnahme des Temperaturmessens hat in der ersten Phase der Corona Epidemie keine Aussagekraft gezeigt und wird daher nicht als Maßstab genommen.

Besucher sollten sich besonders im Umfeld von Senioren an die allgemeinen bekannten Corona-Regeln halten (Hände desinfizieren, Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Max. Personenzahl bei                    Gruppenansammlungen berücksichtigen)

Sollten sich Besucher nicht an die vorgegebenen Maßnahmen halten werden wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen.

  1. Besuche außer Haus sind nach Absprache mit der Heim- / Pflegedienstleitung möglich. Nach Rückkehr muss eine intensive Symptomkontrolle durch die Pflegkräfte erfolgen. Die Senioren sollten in den Gemeinschaftsräumen 7 Tage einen Mund-Nasenschutz tragen.

 

  1. Weitere Alternativen zu persönlichen Besuchen ist der elektronische Kommunikationsweg z.B. über Videochat bei vorhandenen Tablets auf jedem Wohnbereich möglich sowie Telefonische Kontaktaufnahme über persönliches Telefon im Zimmer oder Direktdurchwahl auf den jeweiligen Wohnbereich möglich.

 

Weitere Maßnahmen zur Umsetzung des Schutzkonzepts:

 

  1. Neuzugänge kommen für die ersten 7 Tage auf unsere Aufnahmestation und erhalten anschließend einen Abstrich zum Nachweis auf Corona Infektion. Bei negativem Bescheid erfolgt die Verlegung in den geplanten Wohnbereich und das vorgesehene Zimmer. Wenn kein Abstrich erfolgt, wird der Aufenthalt auf der Aufnahmestation bis zum 14. Tag verlängert..

 

  1. Senioren, die im Krankenhaus lagen werden nach diesem Aufenthalt für 5 Tage isoliert und intensiv beobachtet, bei symptomfreiem Gesundheitszustand wird eine Verlegung in das Doppelzimmer vorgenommen.

 

  1. Alle Krankentransporte die über die Leitstelle angefordert werden, erfolgen als Isolationstransport. Wenn der behandelnde Arzt einen negativ Nachweis von einem Bewohner wünscht, muss er über die ÖGD (öffentlicher Gesundheitsdienst) ein Corona Abstrich anfordern.

 

  1. Krankentransporte von infizierten Senioren der Einrichtung werden nur in einem Isolationstransport und mit den erforderlichen Informationen an den behandelten Arzt durchgeführt.

 

  1. Krankenfahrten der übrigen Hausbewohner können durch das Krankentransportunternehmen M. Heßler übernommen werden.

 

  1. Externe Therapeuten und Dienstleistungserbringer müssen die bekannten Hygienemaßnahmen eigenverantwortlich durchführen. Kontrollen durch Mitarbeiter der Einrichtung können nicht gewährleistet werden. Terminierungen für Behandlungsabläufe müssen mit dem jeweiligen Wohnbereich abgesprochen werden, damit keine Kollidierung mit Besucher erfolgt.
  2. Therapeuten und Mitarbeiter mit Krankheitsanzeichen wie Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen Gliederschmerzen werden gebeten, die Einrichtung nicht zu betreten.
  3. Sobald Schnelltests zur Verfügung stehen ist dies eventuell eine sinnvolle Maßnahme um Erkältungssymptome von einer COVID-19-Infektion zu unterscheiden und sollte dann auch angewandt werden.
  4. Die vom Land zur Verfügung gestellten Screenings sollten individuell bei Verdachtsfällen eingesetzt werden.

 

 

Bewertung der Maßnahmen

Die lokalen 7-Tage-Inzidenz des Schwalm-Eder-Kreises werden durch die Einrichtungsleitung täglich im Auge behalten.

Diese Informationen werden wenn notwendig individuell an das Schutzkonzept  angepasst und mit dem Gesundheitsamt erörtert, damit die Normalität auch weiterhin den Lebensalltags der Senioren begleitet.

In einem vierzehntägigen Rhythmus findet zwischen der PDL, Heimleitung und allen verantwortlichen Wohnbereichsleitungen und deren Stellvertretern ein Informationsaustausch in der der WBL Runde statt.

Der Heimbeirat wird in seiner nächsten Sitzung über die Anpassung des Schutzkonzepts in Kenntnis gesetzt.

Bei aktuell auftretenden Verdachtsfällen wird die Aufnahmestation erneut zur Isolationsstation umfunktioniert.

 

 Erfolgskontrolle der Maßnahmen

Eine Erfolgskontrolle ist nur nachweisbar, wenn keine erneute Infektionsquelle ermittelt wird.

Die verantwortliche Heimbetreiberin nimmt ihr Hausrecht für eine strenge Vorgehensweise in Anspruch. Jede Person, die in der Einrichtung lebt oder arbeitet darf nur mit eindeutigen negative Abstrich sich in der Einrichtung frei bewegen.

Mitarbeiter die noch ein positives Ergebnis erhalten haben, werden bis zur vollständigen Genesung vom Dienst freigestellt. Der Arbeitsplatz darf erst wieder mit einem Nachweis eines negativen Abstrichs aufgesucht werden.

Laut RKI ist diese Maßnahme nicht begründet, jedoch kann kein Virologe eine erneute Infektionsquelle durch unklare positiv getestete Person ausschließen.

 

Wir als Leitung und unsere Mitarbeiter danken allen Senioren und Angehörigen für Ihr bisheriges Verständnis und Ihre Unterstützung, Wenn wir uns alle auch weiterhin an die vorgegebenen Corona-Regeln halten, können wir ein erneutes Infektionsgeschehen verhindern. Wir alle (Bewohner wie auch Mitarbeiter) möchten nicht noch einmal diese drastischen Maßnahmen erleben müssen, daher bitten wir alle Besucher und Familienangehörigen um Ihre Unterstützung.

Borken, 21.09.2020

(Heimleitung – J. Freidhof-Debes)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen